Die Wirtschaft und die Demokratie

In Krisenzeiten wird oftmals der Ruf nach antizyklischem Verhalten laut. Wenn man in Krisenzeiten Geld ausgeben will, sollte man in Zeiten der Hochkonjunktur entsprechend Rücklagen bilden. Um es mit einfachen Worten auszudrücken: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not! 

Jetzt ertönt der Ruf der Verschuldung aus den Reihen der CDU. Es sei daran erinnert, dass Schulden auch zurückgezahlt werden müssen!  Die aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung, die auch in den zurückliegenden Jahren der Hochkonjunktur nicht zurückgegangen ist, zeigt deutlich, dass ganzheitliches wirtschaftliches Denken nicht im Vordergrund stand.

In Zeiten des Wirtschaftsabschwungs und der -krisen wird immer wieder Keynes strapaziert. Seine kurzfristig auf die Nachfrage ausgerichtete Wirtschaftspolitik mag 1929 in der Weltwirtschaftskrise seinen Zweck erfüllt haben, speziell in Amerika nach dem Börsencrash. Auswirkungen in Deutschland: Die Weltwirtschaftskrise beendete auch die „Goldenen 20er Jahre“ der Weimarer Republik. Da sich die Parteien im Reichstag bezüglich der hohen Sozialleistungen nicht mehr einigen konnten, kam es 1930 zum Bruch der Großen Koalition. Damit leitete die Weltwirtschaftskrise das Ende der Demokratie ein. Es ist gut, dass es in diesen Tagen Menschen gibt, die für die Demokratie kämpfen. Übrigens: Unsere Wirtschaft stand schon vor der Corona-Pandemie vor einem Umbruch (Klimawandel, E-Mobilität, etc. ) mit einem zu befürchtenden Anstieg der Arbeitslosigkeit. 

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