Der Joker der Nachbarkommunen

Jetzt haben die 6 Nachbarkommunen also ihren Gymnasiumsanierungskostenbeteiligungsvermeidungsjoker gezogen, ein 56 Jahre altes Schriftstück aus der Gründungszeit des Gymnasiums. Warum wir im Vorfeld der Gymnasiumsanierungsmaßnahmen nicht über dieses Schriftstück unterrichtet worden sind, wird sich hoffentlich bald klären.

Wichtig ist, dass der Gemeinderat jetzt lückenlos über die Gültigkeit dieses Vertrages bzw. dieser Vereinbarung informiert wird. Natürlich gilt es auch zu überprüfen, ob die Nachbarkommunen sich an die damaligen Vereinbarungen gehalten haben. Auffällig ist, dass seit der Diskussion um die Gymnasiumsanierung die Anmeldezahlen der SchülerInnen aus den umliegenden Kommunen merklich zurückgegangen sind. Der Streitwert beläuft sich momentan auf über 48 Mio. Euro.

Hier sind noch keine Mensa und Aufenthaltsräumlichkeiten für Ganztagesschüler enthalten. 

Sicher ist, dass sich die Anwälte bei einem möglichen Rechtsstreit jetzt schon die Hände reiben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein gerichtliches Verfahren auf einen Vergleich hinausläuft. Der Unterschied ist dann der, dass der Plochinger Rechtsbeistand komplett aus unserer Haushaltskasse bezahlt wird, die Kosten für den Rechtsbeistand der Nachbarkommunen jedoch durch sechs geteilt wird. Ob am Ende des Tages dann noch viel Geld für die Gymnasiumsanierung übrigbleibt, darf bezweifelt werden.

Fazit: Aus unserer Sicht scheint es besser, in Jugendliche als in Rechtsanwälte zu investieren.

Intervention Gebauer, daher geändert: Aus unserer Sicht ist es sinnvoller, in Jugendliche und damit in unsere Zukunft zu investieren statt in Rechtsanwälte

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