Corona und die Kinderbetreuung

Corona und die Kinderbetreuung

Am 18.5. erlaubte das Land, dass 50% der Kinder gleichzeitig in der Einrichtung sein dürfen. In der Beethovenstrasse beispielsweise ist nur 50% der Kinder der Kindergartenbesuch erlaubt. Angedacht war, allen Kindern wieder zeitweise einen Besuch möglich zu machen und dass die Eltern mit Notbetreuung für ihre Kinder auch nur für die Zeit nutzen wo Notbetreuung notwendig ist. Die anderen Tage sollten weiteren Kindern zur Verfügung gestellt werden.

In der Beethovenstrasse beträgt die Auslastung durch Notbetreuung 45%. Nicht alle Eltern, wie z.B. die Kinder von Lehrern, die nun auch wieder arbeiten sollen, haben Anspruch auf einen Kindergartenplatz.

Von Nachbargemeinden bekommt man mit, dass die restlichen Plätze Vorschulkindern angeboten werden, in der Beethovenstrasse gibt es das nicht. In Kirchheim bspw. dürfen wieder alle Kinder zumindest zeitweise wieder in den Kindi gehen – 2 Tage die einen, 2 Tage die anderen, 1 Tag alle Vorschulkinder. Da gibt es noch mehr Beispiele.

Am 16.6. will das Land bekannt gegeben, wie die nächste Lockerungsstufe aussehen soll. Ein Gespräch der Kindergartenleitungen und Elternbeiräte mit Bürgermeister Buss soll am 19.6. stattfinden.

Viele Eltern hoffen danach auf den Normalbetrieb.

Ich selber habe 3 Tage Kurzarbeit im Monat, mein Mann gar keine. Jeder muss 8h am Tag arbeiten, dabei haben wir auch viele Telefonmeetings mit Kunden. Die Kinder sind 6 (Vorschüler) und 3 Jahre alt. Wir hätten beide die Möglichkeit, in unseren Firmen vor Ort zu arbeiten, dann wären die Kinder aber ohne Aufsicht.

Der Tag beginnt um 6:00 Uhr mit Aufstehen wie immer, Kinder anziehen, Frühstück machen. Normalerweise bringt einer die Kinder um 7 Uhr in den Kindi, das fällt jetzt natürlich aus. Die 8h berufliche Arbeit täglich verteilen wir auf 7-11 Uhr und 13-17 Uhr. Alle 5 Minuten kommt ein Kind rein und will Malsachen, ein Spiel, Süßigkeiten, Fernseh schaun, Hunger, Durst, oder Sie haben sich gezofft, das Sofa angemalt oder Spielsachen kaputtgemacht, … . Wenn wir beide zeitgleich Telefonkonferenzen haben, was täglich ca. 1-2h der Fall ist, müssen wir die Kinder leider vor dem Fernseher parken. Großeltern darf man ja nicht einspannen und zu befreundeten Kindern geben geht nicht, weil deren Eltern auch arbeiten müssen. Normalerweise gehen wir in die Kantine, nun muss gekocht werden. Wir essen mit den Kindern und weiter geht’s mit Arbeit von 13-17 Uhr. Ablauf siehe oben. Um 17 Uhr würden wir die Kinder auch vom Kindi abholen, noch ein bisschen spielen, alle Spielsachen wieder aufräumen, Abendessen, Kinder ins Bett bringen, Feierabend wäre ca. 20 Uhr. Momentan arbeiten wir oft noch bis ca. 22 Uhr weiter, da man tagsüber nicht so gut vorwärtskommt.

Es wird Zeit, dass wieder Normalität in das Alltagsleben einkehrt.

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