Ein Jahr ULP im Gemeinderat – Rückblick 1+2

(1) Am 26.5.2019 wurden erstmals Mitglieder der ULP mit 19,19% der Stimmen in den Gemeinderat gewählt, nach nur knapp 3 Monaten Vorlaufzeit. Ein Beweggrund für unsere Teilnahme an der Gemeinderatswahl war das Nichtantreten der Freien Wähler Plochingen. Wir waren und sind der Meinung, dass es in einer Demokratie parteiunabhängige Vertreter der Bürgerschaft in einem Gemeinderat braucht. Am 2. Juli 2019 wurden Janina Guilliard, Irene Blümlein und Harald Schmidt für den Gemeinderat und die verschiedenen Ausschüsse verpflichtet. Im Folgenden wollen wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Eine Schulstadt mit 2200-2300 SchülerInnen ohne Hallenbad war und ist für uns nicht tragbar. Daher organisierten wir eine Unterschriftenaktion für ein Hallenbad. Als Ergebnis daraus wird es 2024 einen Bürgerentscheid geben und die Plochinger Bürgerschaft kann über den Bau eines neuen Hallenbades entscheiden. Schon heute der Hinweis, dass sich der in Zusammenhang mit der dann stattfindenden Gemeinderatswahl der finanzielle Aufwand für den Bürgerentscheid minimieren lässt. Cleveres Verhandlungsgeschick unserer Verwaltung vorausgesetzt, werden sich die Nachbarkommunen an den Betriebskosten für ein Hallenbad beteiligen. Schließlich bezahlen wir heute auch für den Schwimmunterricht in Altbach und Wernau.

Ein weiteres Thema, das unsere Bürgerschaft in den letzten Monaten bewegt hat, ist die Gymnasiumsanierung. Als Neulinge dürfen wir unsere Verwunderung zum Ausdruck bringen, dass nicht schon vor Jahrzehnten eine Kernsanierung bzw. ein Schulverband mit den Nachbarkommunen durchgeführt worden ist. Von uns kam der Vorschlag eines Neubaus, dieser Idee stimmte die Mehrheit des Gemeinderats leider nicht zu. Schmollen hilft nicht, jetzt versuchen wir die Sanierung erfolgreich zu begleiten. Wir sind gespannt, wie sich die Kosten entwickeln werden.

(2) Janina Guilliard fiel zuletzt für mehrere Wochen wegen Abiturvorbereitung und Abitur aus. Der Aufwand hat sich gelohnt, sie hat das Abitur jetzt in der Tasche. Dazu herzlichen Glückwunsch Nina! Jetzt hoffen wir auf einen ortsnahen Studienplatz.

Unsere Jüngste bedankte sich letzte Woche bei Gerlinde Ziegler anlässlich deren Verabschiedung für 28 Jahre Gemeinderatszugehörigkeit und wünschte ihr alles Gute für die kommenden Jahre, vor allen Dingen Gesundheit. Nach nur einem Jahr können wir schon abschätzen, wie zeitaufwendig die Aufgabe im Gemeinderat ist. Fraktionssitzungen, Ausschusssitzungen, Gemeinderatssitzungen, Ortsbesichtigungen und Klausurtagungen sind die zeitintensivsten „Gemeinderatsbrocken“. Um beim Thema Zeit zu bleiben. Die KollegInnen von SPD und CDU stellten einen Antrag auf eine Änderung der Geschäftsordnung zur Redezeitbeschränkung. Redezeitbeschränkungen bei kritischen Themen wie beispielsweise dem Punkthaus, keine Redezeitbeschränkung bei eher unkritischen Themen. Das späte Ende der Gemeinderatssitzungen hatte eigentlich immer mit der Brisanz der Themen zu tun und auch die Anzahl der Tagesordnungspunkte war nicht immer sehr glücklich zusammengestellt. Wir sind eine relativ junge Truppe und noch nicht im Rentenalter, daher sind wir auch froh, wenn wir nicht so spät nach Hause kommen, mit oder ohne Redezeitbeschränkung.

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