Die Gymnasiumsanierung

Seit die Diskussion um die Gymnasiumsanierung und die Kostenbeteiligung durch die Nachbarkommunen Fahrt aufgenommen hat, gehen die Anmeldezahlen am Gymnasium Plochingen zurück. Nachdem es 2018 noch 191 SchülerInnen waren, waren es 2019 und 2020 gerade noch 137 Anmeldungen. Der Trend wird sich die nächsten Jahre während der Bauarbeiten sicherlich nicht zu höheren Anmeldezahlen hin verändern.

Das Regierungspräsidium schlägt eine Bagatellgrenze von über 10 Schüler vor (Kommunen mit weniger als 11 SchülerInnen sind nicht in die Kostengespräche einzubinden) und fordert gleichzeitig sechs Eingangsklassen. Wenn der aktuelle Trend sich fortsetzt, wird es am Ende der Sanierungsarbeiten nur noch SchülerInnen aus Plochingen, Wernau und Deizisau geben. Wird die anderen Nachbarkommunen 2024 noch interessieren, wieviele Schülerinnen und Schüler 2015 das Gymnasium Plochingen besuchten?

Ein kostenintensiver Gerichtsstreit über Jahre hinweg ist zu vermeiden, um die Kommunen zum Bezahlen zu zwingen.

Ein Wettbewerbsvorteil ist das G9 (neunjähriger Bildungsgang). Knapp 90 Prozent der Anmeldungen sprachen sich seit 2013 im Schnitt für diesen Bildungsgang aus. Ist es klug, das G9 in die Verhandlungsmasse aufzunehmen? Den zukünftigen SchülerInnen wird damit in den Rücken gefallen, denn das umstrittenen G8 lässt u.a. sehr wenig Raum für Freizeit.

Der Bürgermeister will unser Tafelsilber in die Verhandlungen einbringen. Erpressbar jedenfalls dürfen wir nicht werden!

Sinnvoll wäre eine definierte Zeitschiene für die Verhandlungen und danach die Bildung eines Schulverbandes.

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